Hand- und Umschreibungsbuch der Steuerpflichtigen von Gemeinde und Zehent Flirsch. Da Flirsch mit Urteil vom 7. Juni 1813 von den Anwaltschaften Strengen und Pettneu getrennt wurde, wurde aus den Katastern Strengen und Pettneu der ganze Besitzstand aller Besitzer von Realitäten der Anwaltschaft Flirsch ausgezogen.
1820-1826/1878-1881:Rechnungen des Dorfmeisters und Kassiers für die Gemeinde und den Zehent Flirsch über die Einnahmen an Sitzgeldern, Weidegeldern, Einkaufsgeldern, Kapitalzinsen aus dem Armenfonds, Abkaufgeldern vom Kirchmairamt, versteigertem Bergwaldholz und die genannten Ausgaben. Diese Jahresrechnungen werden vom jährlich neu zu wählenden Dorfmeister für die Jahre 1820-1826 fortgeschrieben (vgl. Gemeinderechnungen Nr. 4). Auf den ersten 25 Seiten wird für die Jahre 1878-1881 ein Tagebuch über den ein- und auslaufenden Schriftverkehr geführt. Von 1878-1881 werden die Ausgaben chronologisch eingetragen. Es folgt ein Verzeichnis der Anwälte und Vorsteher von Flirsch samt den Vorkommnissen während ihrer Amtszeit, welches vom Gemeindesekretär Rudolf Kathrein ab 1967 zusammengestellt wurde.
Untitled1869 April 5, Landeck: Teilungsprotokoll für die gemeinsame Melchalpe der 2/3-Gerichtsgemeinden und andere Interessenten. Wegen der provisorischen Nutzung veranlassen die Gemeinden Perfuchs und Pians eine Eingabe, weshalb die Bevollmächtigten von Angedair, Perfuchs, Stanz, Grins, Pians, Strengen (Vorsteher Josef Maas, Alois Bircher, Josef Juen, Gottlieb Hauweis), Flirsch (Benedikt Geiger als Vorsteher, Michael Matt, Franz Anton Ladner), Pettneu, Nasserein, die Besitzer von Wiesberg und die Vertreter der Alpen Seßlad (Seslath), Dias, Durich (Thurich), Spidur (Spedur), Groß- und Kleingfall, Versing (Versin), Langetsberg und Langesthei (Langetstheier Alpe). Bisher wurden die Alpen alle 30 Jahre durch das Los unter den Interessenten neu aufgeteilt (1838 zuletzt beim Gericht Landeck), was durch die Grundlasten- Ablösung nicht beeinträchtigt wird. Man bezieht sich auf den Vergleich der Paznauner Alpbesitzer vom 19./20. November 1777. Die nächste Alpteilung soll 1898 erfolgen. Kaisers hat von den 2/3-Gemeinden nichts zu genießen. Das Galtvieh darf nur in bestimmte Alpen aufgetrieben werden. Melchvieh hat Vorrang. Für Kappl muss ein Stier beigestellt werden. In 34 Punkten wird alles geregelt.
UntitledVergleichsprotokoll der Servituten-Ausgleichskommission mit der Gemeinde Flirsch betreffend der Holzrechte aus Staatswäldern, mit Nachtragsvergleich vom 12. Juni 1851 wegen strittiger Forstgrenze mit Schnann mit Vermarkungsprotokoll vom 13. August 1851 samt beigefügten Vollmachten und Vermarkungsplan. (Okularplan und Detailplan). Die Richtigkeit der Vermarkung wird durch die Bevollmächtigten von Flirsch durch Unterschrift bestätigt: Andrä Geiger, Anton Schmid, Leo Perkhofer, Rochus Geiger, Franz Neuhauser, Johann Traxl und Martin Wolf. Die Vollmacht wird von den 73 Grundbesitzern aus Flirsch unterzeichnet (Kopie).
UntitledFlirsch (Flürsch) meldet der Servituts- und Forst-Purifikations-Kommission als Gemeindeeigentum an: den Gemeinwald am Persir, bei Pardöll, Gruben unter Riedlen und Wolfen, sowie den Ganden-Rain in der Nörder am Rosannabach. An Holz- und Weiderechten werden angemeldet: Rauchental- und Finesunwald, Kohlwald, Tonagwald, Hochnenponwald, Bergwald und Bleismergallwald, Weidach bis zur Rosanna, Wolfsgrubenwald, Stücklmaiswald, Gsöllenplanwald, Ganatschwald, Mooswaldmais, Wald unterm Gfallkogl bis zum Klausbach und zur Rosanna an den Strenger-Forst grenzend; die Alpanteile des Zweidriltelgerichts auf Flatsch, Verpeil,
Gampernun / Roßfall / Dawinalpe
Ganatasch / Tritsch / Nessleralpe
Stalfun / Tanunalpe / Putzen
Rendlalpe / Verwall / Almajuralpe
Alperschonalpe / Kaisers / Boden
Erlachalpe / Mahdberg / Großgfall
sowie Galtalpen im Moostal, Verwall und Grießl; Die Schafalpen in Alperschon, Almajur und Verwall lt. Teilungsprotokoll von 1777.
Einnahmen und Ausgaben von 1843
Fahrnisse: Feuerspritze, 2 Feuerleitern, 2 Feuerhacken, 20 Kübel
Realitäten: 1 Bergmahd im Hochgebirg, Pleis-Bergmahd
Einnahmen: Verpachtungen, Strafgelder, Ordinari-Steuer 241 fl, Marschkonkurrenz 9 fl 50 kr, Rustikalsteuer 115 fl, Dominikaisteuer 9 fl, Erwerbssteuer 18 fl Summe: 238 fl.
Ausgaben: Zehentablöse für Wiesberger Urbar, Umlage für Retling-Haus, Widumgüter und Pleis 47 kr, Brandassekuranz für Schulhaus, für Brücken-, Straßen- und Wasserbauten 16 fl dem Forstgehilfen für Holz- auszeigung 3 fl, für Reparaturen am Schul-, Mesner- und Widumgebäude und am Rinnsal 27 fl, Wartgeld für Wundarzt 17 fl, Gehalt für Vorsteher 30 fl, Gemeindekassier, Baumsegnung, Schreibmaterial, Waldaufsicht, Mesner, Kaminkehrer, Viehmarkierung 87 fl ...Impfung, Gerichtsblatt
Kassastand: 238 fl ein, 153 fl aus, Summe: 84 fl
Sonderausgaben für Sakristeibau 1522 fl; Nachtrag: Einkaufsgeld von Johann Juen;
Unterschriften: Alois Traxl, Vorsteher usw.
Weitere Rechnungen (Inventare von 1844-1897 lückenhaft)
3/1 Steuererlag-Büchl 1816-1840 mit quartalsmäßigen Quittungsvermerken
3/2 Quittung für Wustungssteuer, 1812 Dez. 18
3/3 Quittung für Klassensteuer, 1818 Sept. 23
3/4 Quittung für Klassensteuer, 1819 März 8
3/5 Quittung für Erwerbssteuer, 1819 März 12
3/6 Liste der Erwerbssteuerpflichtigen, 1819/20
3/7 Verzeichnis der 20 Erwerbssteuerpflichtigen, 1821/22
3/8 Personalsteuer vom Steuerbezirk Flirsch, 1820/21
3/9 Klassensteuer, 1824 Aug. 10
3/10 Liste der Erwerbsteuerpflichtigen mit Quittung ,1824
3/11 Liste aller Steuerparteien für landschaftliche Steuer, Marschkassa, Gemeindewustung, 1824
3/12 Quittung für Erwerbssteuer, 1830 Mai 12
3/13 Quittung des Steuerziehers Josef Geiger für den Gemeindekassier Jakob Grissemann, 1846 Dez. 6
3/14 Liste der Steuerpflichtigen für alle Steuerumlagen, 1847/48
3/15 Ordinaristeuer, Marschkonkurrenz und Gemeindeumlagen, 1854/55
3/16 Aufschreibbüchl des Gemeindekassiers Martin Matt, 1883
Variante der Dorfordnung von 1816 (siehe Urkunden, Sig. U2), datiert mit 20.1.1818. Beginnt mit den Worten: "Vorgegangen zu Flirsch den / zwanzigsten Jänner ein tausend / acht hundert und achtzehn. / Ist die Gemeinde Flirsch nach dem / Gottesdienst von dem Anwalte / öffentlich auf Nachmittag vorgeladen / worden, mit demen , daß der neue / Entwurf der s:J: aufgeputzten Dorf- / Ordnung, der entzwischen der löblichen / k.k. Landsgericht zur Sanctioni- / rung nach Auftrag vorgelegt war, vor- / gelegt und deutlich abgelisen worden."
UntitledDorfordnung: Entwurfsbeschluss von Johann Josef Senn, Anwalt, mit Unterschriftenliste von 59 Berechtigten. Vertreter vom Dorf sind: Alois Schenach, Michael Mayr; von Mittelberg, Tobias Math, Niklaus Geiger und von Persür (Persyr?) Josef Math und Alois Traxl, Johann Geiger, Dorfmeister, Simon Guem, Dorfvogt. Die alte Ordnung vom 16. April 1768 soll den neuen Umständen angepasst werden, was vom Landgericht am 17. August 1816, Nr. 945 genehmigt wird. Am 7. Juni 1813 wurde Flirsch von den Zehentgemeinden Pettneu und Strengen getrennt, um eine eigene Gemeinde mit Anwalt und eigenem Steuerbuch zu führen. Der Anwalt hat die obrigkeitlichen Verrichtungen zu vollziehen und der Sittenverderbnis vorzubeugen. Der Dorfmeister oder Kassier wird bei der Jahresabrechnung gewählt. Er hat als Sekretär die Kasse und Schriften zu führen. Der Dorfvogt hat als Steuerzieher das Steuerbuch zu führen und als Gemeindediener zu wirken, die Fronschicht-Listen zu führen und die Schubleute zu übernehmen. Die Wahl des Steuerziehers erfolgt nach der Rod wie beim Dorfmeister. In der folgenden Ordnung werden der Brandschutz, das Schulwesen, die Gemeindeversammlung, der Einkauf von Fremden, das Sitzgeld, das Vagantentum, der Waldschutz, die Viehweide und die Pfändung geregelt.
Untitled1832-1846: Novalienoperat der Gemeinde Flirsch mit Klassifikation nach der Hauptsteuerbereitung nach Ackerklassen, Mahdstätten und Galtwiesen von I - V. Unter dem Namen des Besitzers werden die Grundstücke mit der Kat.Nr. ausgewiesen, taxiert und besteuert.
UntitledLorenz Schneider, Müller zur Flirsch (Flürsch), wird eine Sagmühle verliehen. Die Kirchpröpste der Bartlmä-Kirche zu Flirsch, Zenturio Haueis zu Schnann (Schnenn) und Martin Kolpp in Ramblsbach verleihen mit Billigung des Konrad Schweizl, Pfarrer zu Zams, und des Hans Georg Schaller, Pflegsverwalter und Richter zu Landeck, dem Lorenz Schneider eine Sagmühle am Flirschbach samt Wasserfall, Rinn und "Petwerk" sowie ein Angerl zu Erbbaurecht. Die Mühle liegt unter Schneiders Mahlmühl und Hofstatt und grenzt im Osten und Süden an Georg Tschiderer, im Westen an den Flirschbach und Hans Wassermann, im Norden an die Landstraße. An die St. Bartlmä-Kirche als ordentliche Grundherrschaft sind jährlich zu Martini 12 kr Zins zu zahlen. Schneider verpflichtet sich, für die Nachbarschaft Flirsch das ganze Sagholz zu genannten Fixkosten zu sägen.
Siegler: Konrad Schweizl, Pfarrer zu Zams und Hans Georg Schaller, Pflegsverwalter zu Landeck
Siegelbitte an: Sigmund Weinzirl, Pflegsschreiber und Diener
Zeugen der Siegelbitte: Michael Krissmier, Christian und Andrä Perchtoldt, Leonhard Kessler, Mesner, alle aus Flirsch
Schreiben der Gemeinde an das Landgericht: Anzeige gegen Leo Mair, wegen Unterlassung der Bestandserhaltung des Weges in den Kohlwald. Signiert von Gemeindevorsteher Alois Traxl. Antwort des Kreisamtes, dass der Weg zu erhalten sei.
UntitledErklärung des Alois Traxl, Färber und Tuchmacher in Flirsch, dass er die von ihm errichtete Loden-Walke ausschließlich für die Zwecke der Lodenherstellung verwenden wolle. Unterschrift von Alois Traxl sowie des Anwalts Joseph Pfisterer. Anm.: Traxl, vulgo Tucher, war Gründer jener Lodenfabrik, die später als "Alois Draxl & Söhne" firmierte. Seinen Familienname ließ er, um Verwechslungen vorzubeugen, in "Draxl" ändern.
UntitledSchreiben des Landgerichts an Joseph Alois Hauser aus St. Jakob, Schuhmacher und wohnhaft in Flirsch, betreffs Ehebewilligung mit Kreszenz Munggenast. Das Landgericht hebt einen älteren Bescheid auf und erteilt die Anweisung, einen Eheconsens auszustellen. Signiert von Landrichter [Joseph von] Furtenbach.
UntitledSchreiben der Gemeinde Grins betreff Anna Waibl, unterschrieben von Gemeindevorsteher Pfisterer.
UntitledSchreiben des Kreisamtes über Ableben des Pfarrers Jakob Ignaz Saxer und den testamentarischen Verfügungen, u.a. Stiftung einer Jahrtagsmesse.
UntitledVertrag zwischen den "Zehenten" Grins und Rallsberg (Strengen) mit Flirsch über die Teilung mehrerer Alpe mit Rechten und Pflichten, u.a. Alpen Dawin und Gampernun, signiert von Josef Ladner, Gemeindevorsteher Leo Perkhofer sowie Vinzenz Sieß, Johann Georg Schönach und Jakob Lorenz.
UntitledVertrag zwischen Andrä Mayer und Maria Anna Gstrein, beide wohnhaft im Retling, über Grundstückstausch. Unterschrieben von beiden Vertragspartnern: Maria Anna mit einem einfachen Kreuz, welches von Anwalt Josef Pfisterer als Zeuge bestätigt wird. Weiterer Zeuge ist Franz Anton Neuhauser
UntitledVerlassenschaftsabhandlung nach Franz Gstrein, gestorben am 27. September 1835 in Flirsch, verfasst vom "Landgerichts-Actuar" von Kapeller, bestätigt und gesiegelt von Landrichter Guggenberger.
UntitledSchreiben des Landgerichts Landeck über den "Stall- und Wegeschupfenbau" des Andrä Strobl.
UntitledSchreiben des Landgerichts Landeck über den Neubau der Turmkuppel der Pfarrkirche, unterzeichnet von Landrichter Josef Hilar Dialer.
UntitledEingang- und Ausgangsprotokoll mit Erledigungsvermerke
UntitledSchuldbrief (Schuldschein) von Franz Schneider, Bauersmann in Flirsch, für Elisabeth Grapp; ausgestellt am Bezirksgericht Landeck, unterschrieben und gesiegelt von Landrichter Joseph Hilar Dialer.
UntitledZeugnis (Empfehlungsschreiben) über den "geistigen Herren" Stefan Krismer, Provisor in Mils bei Imst, der 1809 als "Feld Pater" wirkte. Ausgestellt 1814 in Hall/Tirol, unterschrieben und gesiegelt von Martin Firler als "damaliger comandant" [Anm.: Krismer (1777-1869), genannt Karrer Stöffele, und Firler (1779-1837) galten als enge Vertraute von Andreas Hofer]
UntitledKaufvertrag ("Kaufbrief") der Gemeinde Flirsch über die Erweiterung des Friedhofs (Gottesacker) , abgeschlossen mit Jakob Pfisterer, 1813, unterschrieben und gesiegelt.
UntitledKaufvertrag ("Kaufbrief") zwischen Joseph und Maria Agatha Ladner in "Retling" und der Gemeinde Flirsch (Zehent Ralsberg), ausgestellt in Strengen, 1811, unterschrieben und gesiegelt.
UntitledAufruf ("öffentliche Bekanntmachung") zur Bezahlung der Steuerpflichten, gedruckt in Innsbruck, gezeichnet durch Joseph Freiherr von Hormayr.
UntitledInventar des Widums in Flirsch, aufgenommen vom Provisor Johann Perktold im Auftrag der Gemeinde, 1806.
UntitledKaufvertrag über ein Stück Wiesmahd, die "Hintere Auen" genannt, abgeschlossen zwischen Müllermeister Johann Senn und dem Messner und Organist zu "Flirß" Franz Anton Juen.
UntitledNotizen und Listen über die Holzlieferungen der Gemeindebürger/-innen für die Volksschule, beginnend mit 1928, letzte Einträge 1954: 2 lose Zettel mit Holzlieferungen an das Pfarrhaus bis 1965 sowie handschriftliche Liste "große Losteile" beigefügt.
UntitledStimmzettel der Volksbefragung über den Neubau der Volksschule 1957
UntitledBaubeschreibung, Kostenrechnun und behördlicher Bescheid g, Pläne für den Neubau der Volksschule in Flirsch.
UntitledEingang- und Ausgangsprotokoll mit Erledigungsvermerke
UntitledDen Schulbau, bzw. Schulumbau betreffende Akten: Pläne, Skizzen, Kostenvoranschläge, Kaufverträge; div. Kostenvoranschläge und Abrechnungen.
Untitledverschiedene Einzelrechnungen für die Volksschule aus den Jahren 1881, 1883, 1902, 1903, 1905, 1906, 1907, 1968.
Untitled2 beiderseits beschriebene Papiere (Sekundärverwendung), Kundmachungen bzw. Protokoll (Konzept): 2 Seiten den Schulbesuch betreffend, 1 Seite Schreiben des Landgerichts bezügl. Einbrüche, 1 Seite Schreiben des Bauernbundes.
UntitledVertrag zwischen der Gemeinde Flirsch und Martin Ladner aus Graf, Landeck, über den Neubau eines Schulgebäudes im Dorfzentrum
UntitledAbrechnung ("Schulrechnung") für das Schuljahr 1867 durch den Schullehrer Ignaz Matt, vom 26.11.1867, gezeichnet von Andrä Geiger.
UntitledAbrechnung ("Schulrechnung") für das Schuljahr 1835/36 durch den Schulkassier Johann Georg Schönnach über das Stiftungsvermögen der Winterschule
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