Alter: [unklar]; Waldhüter erschoss einen Mann, der Holz stehlen wollte. Schuss ging eher aus Versehen los. Gerichtsverhandlung gegen den Waldhüter J.S. am 30.1.1856: Gericht erkannte auf fahrlässige Tötung mit 10 Monaten schweren Kerkers.
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Alter: [unklar]; Waldhüter erschoss einen Mann, der Holz stehlen wollte. Schuss ging eher aus Versehen los. Gerichtsverhandlung gegen den Waldhüter J.S. am 30.1.1856: Gericht erkannte auf fahrlässige Tötung mit 10 Monaten schweren Kerkers.
Alter: 37; Gattin des Pächters des Herzsees. Dort hantierte junger Bursch (14 Jahre) aus Aldrans mit einem Revolver. Schuss löste sich und traf Opfer in den Unterleib. Interessanter Tathergang. Frau zeigte dem Burschen u.a. den Revolver und schoss in die Luft. Dann entlud sie ihn und hielt ihn sogar dem Burschen an die Schläfe. Nun probierte Bursche abzudrücken, was misslang. Sie stellte sich sogar vor ihn und lachte ihn aus. Er versuchte es nun mit beiden Händen. Pistole entlud sich überraschend und tötete die Frau.
Alter: [unklar]; Soldat wurde erstochen, als er in ein Lebensmitteldepot eindringen wollte.
Alter: 19; Schüler des Josefinums, stammte aus Linz. Wurde von einem Wachposten angeschossen, da er auf Zuruf nicht stehen geblieben war. Erlag bald seinen Verletzungen.
Alter: 56; Dem Meixnerbauern wurde wiederholt Heu aus seinem Stadel gestohlen. Ein junger Bursche hielt daraufhin Wache und wollte den wiederaufgetauchten Dieb stellen. Feuerte einen Schuss ab, der aber das Opfer in den Kopf traf. Bemerkte erst hinterher, dass es eine Frau in Männerkleidern war. Stammte aus Wattenberg.
Alter: 28; Bahnbediensteter, war am Weg zu seinem Posten. Italienischer Wächter rief ihn an und gab schließlich mehrere Schüsse auf ihn ab. Einer davon war tödlich. Stammte aus der Steiermark.
Alter: 25; Wagnergehilfe, wurde vom Grundbesitzer erschossen, als er versuchte, sich ein paar Birnen von einem Baum zu holen. Schütze machte Selbstanzeige, Opfer wurde in seiner Heimatgemeinde Silz begraben.
Alter: 17; Wurde in der Nacht von einem Knecht (Josef Mazurides, 20 Jahre) erschossen. Der war auf der Lauer wegen Flurdieben. Rief anscheinend dem Opfer vorher zu, dieses aber reagiert darauf nicht. Verletzte ihn am Fuß und starb bald darauf an zu hohem Blutverlust.
Alter: 26; Sensenschmied aus Jenbach. Wurde auf der Flucht von einem Gendarmen erschossen. Wollte anscheinend einem Kriegsheimkehrer Geld stehlen.
Alter: 19; Schusswechsel zwischen Schmugglern und Finanzwachmännern. Zwei Schmuggler wurden getötet. Stammten aus Scharnitz bzw. Birgitz.
Alter: 29; Schusswechsel zwischen Schmugglern und Finanzwachmännern. Zwei Schmuggler wurden getötet. Stammten aus Scharnitz bzw. Birgitz.
Alter: 28; Bahnangestellter, wurde am Heimweg vom Gasthaus unvermutet angeschossen und getötet. Ursache mysteriös. Erst am Folgetag geklärt: Gruppe von Burschen gingen zum „Fensterln“. Bauer bemerkte dies und schoss auf die Gruppe. Traf unglücklicherweise das Opfer in die Brust. War anscheinend unbeteiligt, da verheiratet. War am Westbahnhof beschäftigt. Gerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 16.4.25, 10: Der Bauer und Schütze Johann Purner wurde angeklagt. Dieser hatte seit dem Krieg nervliche Probleme. Dadurch nur 3 Monate strenger Arrest.
Alter: 34; Händler aus Hall. Kam am 15.7. einer Aufforderung eines Gendarmen nach Ausweisleistung nicht nach und wollte flüchten. Gendarm schoss ihm nach und traf ihn in der Hüftgegend. Starb 5 Tage später im Haller Krankenhaus.
Alter: 50; Wurde beim Wildern mit einem Kollegen von einem Jäger gestellt. Legte auf den Jäger an, der gegen ihn einen Schuss abgab. Traf ihn und verblutete anschließend. War ein Kleinbauer aus Gries.
Alter: 54; Bauer, wurde von einem vorläufig unbekannten Täter angeschossen. Starb noch beim Transport ins Innsbrucker Krankenhaus. Schwurgerichtsverhandlung am 9.12.1949 gegen Herbert Draxl (25 Jahre), der die Tat begangen haben soll. Anklage allerdings nur auf Indizien. Durch Zeugenbefragungen wurde Draxl schuldig gesprochen. Urteil: 15 Jahre Haft wegen Meuchelmordes. Vom Verteidiger wurde Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht, die allerdings später verworfen wurde.