Alter: 41; Bauer in Pfunds. Wollte in der Nacht vier Burschen verjagen, die großen Lärm verursachten. Einer von denen schlug mit einem Stock auf den Kopf des Opfers. Erlag nach einigen Stunden den Verletzungen. Die Burschen wurden verhaftet.
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Alter: 41; Bauer in Pfunds. Wollte in der Nacht vier Burschen verjagen, die großen Lärm verursachten. Einer von denen schlug mit einem Stock auf den Kopf des Opfers. Erlag nach einigen Stunden den Verletzungen. Die Burschen wurden verhaftet.
Alter: 58; Streitigkeiten zwischen Falch und Franz Zangerle (56 Jahre) arteten in der Nacht in einen Mord aus, wobei Falch vom stärkeren und alkoholisierten Zangerle erwürgt wurde. Gerichtsverhandlung am 13.2.1873: Zangerl wurde zu 15 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 70; Schwurgerichtsverhandlung gegen Franz Jenewein (52 Jahre), Holzarbeiter, am 8.6.1881. Opfer kam am 15.4. in die Wohnung des Täters und forderte eine Arbeit bei einem Wasserkanal ein. Kamen darüber in Streit, wobei Netzer einen Tritt in den Bauch erhielt. Starb 4 Tage später an den Verletzungen. Täter zeigte große Reue, daher Verurteilung nur zu 1 Jahr schweren Kerkers.
Alter: 29; Wurde von Josef Goriup, einem Arbeiter beim Tunnelbau am Arlberg, durch Stiche verletzt, an denen sie am nächsten Tag verstarb. Tatmotiv dürfte Eifersucht gewesen sein. Täter flüchtete, wurde aber am 25.1. gefasst. Schwurgerichtsverhandlung gegen Josef Goriup (26 Jahre), Tagelöhner aus Görz, am 16.3.1881. Leugnete bis zum Schluss seine Tat. Urteil: Tod durch den Strang. Wurde vom Kaiser zu einer 20-jährigen Kerkerstrafe begnadigt.
Alter: 71; Wurde mit schweren Kopfwunden im Stall aufgefunden. Starb wenige Stunden später. Obduktion ergab einen gewaltsamen Tod. Verdächtigt wurde sein Mitbewohner, der einen Pflegevertrag für ihn hatte. Schwurgerichtsverhandlung am 25.9.1882 gegen Zacharias Friedl (55 Jahre). Sollte für die Pflege des Opfers ca. 1200fl nach seinem Tod erhalten. Wurde nun des Mordes bezichtigt. Leugnete alles bis zum Schluss, aber die Indizien sprachen gegen ihn. Urteil: Tod durch den Strang. Später vom Kaiser zu 20 Jahren schweren Kerkers begnadigt (BZ 22.11.82, 3)
Alter: 24; Streit unter italienischen Arbeitern am Tunnelbau artete aus. Das Opfer wurde in der Unterkunft erstochen. Schwurgerichtsverhandlung gegen Giovanni Scardanzan aus Belluno (30 Jahre), Maurer am 13.3.1883. War durch mehrere Kollegen zuvor gereizt worden. Wollte Ruhe stiften und schlug mit seiner Lampe u.a. auf den Täter ein. Dieser zog ein Messer und verletzte das Opfer am Oberschenkel. Dieses starb an Verbluten. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 43; 2 Arbeiter gerieten in ihrem Quartier in Streit, wobei das Opfer durch einen Schlag auf die Schläfe verstarb. Schwurgerichtsverhandlung gegen Sebastian Oberschmied (57 Jahre) am 12.6.1883. Beide arbeiteten beim Bahnbau. Waren in einer Unterkunft im gleichen Zimmer untergebracht. Kamen immer wieder in Streit, so auch beim Tattag. Opfer bekam mehrere Schläge gegen den Kopf, an denen er Stunden später verstarb. Wegen zahlreicher Milderungsgründe zu 1 Jahr schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 24; Schwurgerichtsverhandlung gegen Anton Pregel (32 Jahre), Schmied aus Krain, am 12.12.1883. Streit in einem Gasthaus am 8.9. zwischen Italienern und Schweizern in Angedair. Täter versetzte einem Schweizer einen Stich in die Brust. Wurde ins Spital überführt, wo er 3 Tage später verstarb. Urteil: 6 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 23; Bei der Feier zur Vollendung des Arlbergtunnels kam es vor einem Gasthaus zu Tätlichkeiten zwischen 2 Arbeitern aus Langen. Ein Mann aus Augsburg wurde dabei erstochen. Täter floh vermutlich durch den Tunnel nach Langen.
Alter: [unklar]; Große Rauferei in einer Kneipe unter italienischen Arbeitern. Einer zog einen Revolver und verletzte einen Kollegen tödlich, 3 andere leicht.
Alter: 26; In der Nacht am 13.7. wurde Bonatti auf der Rosannabrück mit Messerstichen schwer verletz, an denen er 5 Tagge später verstarb. Schwurgerichtsverhandlung gegen Thomas Hoffer (31 Jahre) aus Kärnten am 9.9.1884. Geriet mit einem Kollegen mit 2 italienischen Arbeitern in Streit. Diese wurden von den Einheimischen provoziert, worauf die Italienier auf sie losgingen. Täter meldete Notwehr an, das vom Gericht zum Teil anerkannt wurde. Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker und 600fl an die Eltern des Opfers.
Alter: 42; Wanderte mit einem Deutschen in Richtung seiner Heimat in Stilfs (Suldental). Knapp vor Reschen wurde er von seinem Begleiter getötet und ausgeraubt. Der Täter versuchte über die Schweizer Grenze zu flüchten, was aber nicht gelang. Große Suchaktion nach dem Täter.
Alter: 21; Handwerksbursche wurde auf der Straße von Pfunds nach Nauders von 2 fremden Kollegen an der Kajetansbrücke bei Finstermünz erschossen und ausgeraubt. Seine Leiche wurde über die Straßenböschung in den Wald geworfen. Täter konnten aber gestellt und verhaftet werden. Matthias Simper (Bäckergehilfe, 19 Jahre) und Franz Saßmann (Tagelöhner, 21 Jahre) waren auch die Mörder des Max Leichtl in Radfeld. Beide stammten aus Böhmen. Schwurgerichtsverhandlung am 11.9.1890: Taten eindeutig auf Raubmord erkannt. Simper zu 20 Jahren, Saßmann zu 19 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 32; Finanzbeamter, wurde am Heimweg von einheimischen Burschen überfallen und mit Stöcken geschlagen. Erlag den Verletzungen knapp einen Tag später. Schwurgerichtsverhandlung am 8.6.1896 gegen Ferdinand Lutz (20 Jahre), Zimmermannsgehilfe aus Nauders. Tat erfolgte nach einer Gasthausstreiterei. Schlug dem Opfer einen Zaunpfahl auf den Kopf, dessen Wirkung tödlich war. Durch Milderungsgründe 2,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 42; k.k. Finanzwachbeamter. Wurde zwischen Nauders und Martinsbruck von hinten erschossen. Täter war vermutlich ein Schmuggler. Schwurgerichtsverhandlung gegen Karl Fink (32 Jahre) am 22.6.1898: Ehemaliger Finanzoberaufseher. War in Martinsbruck an der Grenze zur Schweiz mit dem Opfer stationiert. Von einem Patrouillegang kehrte Platzer nicht zurück. Ein Suchtrupp fand schließlich seine Leiche. Nach deren Lage musste geschlossen werden, dass er von hinten erschossen wurde. Fußspuren im Schnee deuteten darauf hin, dass er in Begleitung sein musste. Kugel im Kopf wies auf ein Finanzergewehr hin, somit kam nur Fink in Frage. Schien Beziehungstat gewesen zu sein. Tätet leugnete vorerst aber alles. Vertagung des Prozesses. Bei einer Wiederholung des Prozesses konnten dem Täter keine Indizien für die Tat vorgehalten werden. Wurde am 7.10.1898 rehabilitiert und wieder in den Dienst gestellt (Innsbrucker Nachrichten 8.10.98, 5)
Alter: 35; Am Heimweg von einem Gasthausbesuch gerieten 2 Bauern mit 2 Metzgergehilfen am 13.11. in Streit. Dieser wurde mit einem Messer fortgesetzt, wobei Anton Raggl (20 Jahre) dem Opfer ein Stich in den Unterleib verabreichte. Starb daran 8 Tage später. Schwurgerichtsverhandlung gegen den Täter am 15.12.1899. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: [unklar]; Schwurgerichtsverfahren am 1.12.03 (Innsbrucker Nachrichten 1.12., 8): Mehrere Italiener feierten im Mohrenwirtshaus in Pfunds. Tanzten auch mit einheimischen Mädchen. Eifersucht beim Opfer. Wurde vom Wirt vor die Türe gewiesen. Drohte dem Wirt, der sich in die Gesellschaft der Italiener zurückzog. Handemenge bei der das Opfer Messerstich gegen den Unterleib erhielt, an dem er 3 Tage später verstarb. Täter war Peter Zanoll (33 Jahre). Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 21; Wurde in einem Streit vom Tagelöhner Johann Huber aus der Steiermark mit einem Messer niedergestochen. Wehrte sich seiner Verhaftung. Opfer starb bald darauf. Mehrere Steirer waren beim Bau des Elektrizitätswerkes beschäftigt. Wurden immer wieder von Einheimischen belästigt. Täter wurde bei einer Prügelei dabei für mehrere Tage außer Gefecht gesetzt.
Alter: 64; Briefbötin in Grins. Zuerst glaubte man an einen Unfall, Obduktion ergab aber Merkmale von Rippenbrüchen, Strangulierungen, Kratzwunden,… Verdächtigt wurde ihr Sohn, der ins Gefängnis gebracht wurde. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 22.6.07, 9: Sohn Franz Mungenast lebte mit seiner Geliebten Albina Müller seit kurzer Zeit bei seiner Mutter. Nach einem Gasthausbesuch misshandelte er seine Mutter ohne triftigen Grund. Auch seine Geliebte kam etwas ab. Ähnliche Aktionen auch früher. Urteil: 13 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 57; In einem Streit wurde dem Opfer von Josef Frick (53 Jahre) einen Hieb mit dem Beil gegeben, woran es eine Woche später verstarb. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 9.3.1908, 7: Nach einem Kartenspiel und viel Alkohol kam es am 1.1. zwischen den Beteiligten zu Streitereien. Diese wurden vor dem Haus von Frick fortgeführt. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 73; 2 Gemeindearme gerieten im Spital aneinander, prügelten sich. Wurden getrennt. Engelbert Blaas holte aus seiner Wohnung einen Knüppel, brach die Türe zu seinem Gegner auf und versetzte dem Opfer mehrere Schläge auf den Kopf.
Alter: 34; Fabriksarbeiter aus Salzburg. Geriet unverschuldet in eine Rauferei nach einem Gasthausbesuch in Perjen. Erhielt einen Stich in den Hals an dem er verstarb. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 10.12.1909, 10: Täter war Matthias Hörl aus OÖ (33 Jahre). Urteil: 2,5 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 30; Bauernbursche, geriet in eine Rauferei, bei der zuletzt auch das Messer benutzt wurde. Daneben wurde Albert Pinzger lebensgefährlich verletzt und sofort nach Innsbruck ins Spital gebracht. Täter waren die Brüder Romed und Wendelin Knabl aus Spiß. Gründe waren Familienstreitigkeiten wegen Weiderechte. Vater der Knabls wurde zuvor am Kopf verletzt und schickte seine Söhne, um Rache zu nehmen.
Alter: 36; Tischlergehilfe aus Kärnten. Geriet nach einem Gasthausbesuch mit seinem Arbeitskollegen Josef Hermsdörfer (42 Jahre) aus Böhmen in Streit. Ein anderer Bursche wollte beschwichtigen, erhielt vom Täter aber ebenfalls schwere Stichwunden. Schwurgerichtsverhandlung in Innsbrucker Nachrichten 14.12.1911, 9: Urteil: 3 Jahre schwerer Kerker und 124K an den verletzten Schlatter.
Alter: [unklar]; Opfer wurde nach einer Tanzunterhaltung im Gasthaus „Zum Zollhaus“ in Wiesberg erstochen. Täter will in Notwehr gehandelt zu haben.
Alter: 59; Bäuerin ertränkte in einem Anfall von Irrsinn ihr kleines Kind und eine alte Frau, die bei ihr wohnte. Griff auch weitere Personen an, wurde aber überwältigt und ins Spital nach Zams gebracht.
Alter: 6 Monate; Bäuerin ertränkte in einem Anfall von Irrsinn ihr kleines Kind und eine alte Frau, die bei ihr wohnte. Griff auch weitere Personen an, wurde aber überwältigt und ins Spital nach Zams gebracht.
Alter: [unklar]; Eine unbekannte Frauenleiche wurde am 31.5. im Schlosswald entdeckt. Wies zahlreiche Messerstiche auf und wurde unter einem Steinhaufen begraben. Obduktion ergab eindeutig Mord.
Alter: 62; Kaufmann, wurde auf der Straße nach Pians durch Beilhiebe und Messerstiche ermordet. Geraubt wurde ihm seine Geldtasche mit einem hohen Betrag, auch in ausländischer Währung. Voraussichtlich mehrere Täter. Leiche wurde über einen Hang zum Bach hinuntergezerrt und wurde nur zufällig entdeckt. Am 14.1. wurde Karl Münster (Speditionsbeamter) verhaftet, der bald die Tat gestand. Schwurgericht in Innsbrucker Nachrichten 28.6.20, 6: Täter (28 Jahre) gestand den Raubmord. Urteil: 18 Jahre schwerer Kerker. Konnte bald darauf aus dem Gefängnis fliehen und schrieb sogar einen Brief aus Tanger, wo er nun als Geschäftsreisender bei einer französischen Firma arbeitet! TGB 10.11.20, 3
Alter: 29; Aufsichtsjäger, wurde auf der Alpe Maroi von 2 Wilderern erschossen. Diese stammten aus Landeck. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 31.1.21, 2: Angeklagt wurden Josef Schweighofer (35 Jahre) aus Landeck, Bahnbediensteter und Jakob Gargitter (49 Jahre), Schaffner aus Brixen. Opfer wurde von hinten niedergeschossen und anschließend durch Schläge getötet. Haupttäter Schweighofer wurde zu 3 Jahren schweren Kerkers verurteilt (Totschlag, nicht Mord, da er anscheinend vom Opfer immer wieder provoziert wurde). Gargitter hatte anscheinend mit dem Totschlag nichts zu tun. 1 Monat schwerer Arrest.
Alter: 25; Wurde nach einem Kartenspiel hinterrücks erschossen. Täter und Motiv zuerst unbekannt. Täter hatte Haustüre zuvor verrammelt um Fluchtvorsprung zu haben. Täter erst Anfang April ermittelt: Karl Schütz, Bauernsohn, wurde nun zum 2. Mal verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 20.6.22, 5: Täter war sehr eifersüchtig, wurde von seiner Geliebten mehrmals wegen des Opfers verlassen. Urteil: 8 Jahre schwerer Kerker.
Alter: 72; Tischlermeister, wurde in Kaunserberg von seinem Sohn Anton hinterrücks mit einem Beil erschlagen. Dieser wurde kurz vorher aus der Psychiatrie in Hall entlassen.
Alter: 3.5; Psychische Probleme, kündigte ihren Selbstmord an. Schnitt zuerst ihrer Tochter die Kehle durch, anschließend verletzte sie sich schwer auf die gleiche Weise. Kurz, nachdem ihr Mann nach Hause kam, starb auch sie.
Alter: 27; Psychische Probleme, kündigte ihren Selbstmord an. Schnitt zuerst ihrer Tochter die Kehle durch, anschließend verletzte sie sich schwer auf die gleiche Weise. Kurz, nachdem ihr Mann nach Hause kam, starb auch sie.
Alter: 27; Opfer wanderte mit einem Kollegen von Kappl nach Landeck, um Krankengelder abzuholen. Am Heimgang trafen sie auf 2 weiteren Burschen aus Kappl, mit denen sie in Streit gerieten. Eduard Juen (23 Jahre) stieß dem Opfer ein Messer mehrmals in die Brust, die letztlich tödlich waren. Wurde verhaftet. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 15.3.26, 9: Viel Alkohol im Spiel. Urteil: 2 Jahre schwerer Kerker für Juen.
Alter: 53; Wirt in Tschupbach. Wurde in seinem Zimmer bewusstlos aufgefunden. Arzt konstatierte keine natürliche Todesursache. So wurde der Sohn Ernst (20 Jahre) verhaftet. Hatten immer wieder Streit in der Vergangenheit.
Alter: 38; In der Nacht geriet eine Gruppe von Männern in Streit. Bei einer Rauferei wurde der Kaminkehrergehilfe von dem Knecht Josef Mark (45 Jahre) aus Fließ durch einen Messerstich tödlich verletzt. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 20.9.26, 8: Kindl galt ebenfalls als gewalttätig, daher mildes Urteil: 5 Monate strenger Arrest.
Alter: 74; Vater und Sohn lebten in einem gemeinsamen Haushalt in Lafairsch/Pfunds. Heinrich Neururer (26 Jahre) schleuderte seinen Vater bei einem Streit an die Kante einer Holzbank in der Stube. Dieser erlitt schwere Verletzungen am Kopf. Wurde ins Spital nach Zams gebracht, wo er allerdings bald verschied. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 4.4.27, 11: Dem Altbauern wurde eine gewisse Mitschuld angelastet, da er sehr misstrauisch, mürrisch und geizig war. Dazu Alkoholprobleme. Urteil: Täter wurde zu 3 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 18; Wurde von ihrem Stiefbruder Philipp Praxmarer (27 Jahre) erschossen. Dieser war ein berüchtigter Brandleger und auch für den Brand am 15.7.1925 in Kauns verantwortlich. 13 Häuser fielen dabei zum Opfer. Wurde immer wieder gestellt, konnte aber entkommen. Konnte danach über die italienische Grenze flüchten. Tauchte nun wieder auf und forderte von der Stiefschwester Geld. Als sie ihm das verweigerte, schoss er sie nieder. Täter flüchtete, wurde aber von Gendarmen verfolgt. Wurde in der Nähe des Schlosses Biedenegg bei Fließ in einem Heustadel von einem Hund aufgespürt. Dort schoss Praxmarer auf die Patrouille, wurde aber selber von einem Gegenschuss in die Schläfe tödlich verletzt. (Fließ)
Alter: 27; Wurde von ihrem Stiefbruder Philipp Praxmarer (27 Jahre) erschossen. Dieser war ein berüchtigter Brandleger und auch für den Brand am 15.7.1925 in Kauns verantwortlich. 13 Häuser fielen dabei zum Opfer. Wurde immer wieder gestellt, konnte aber entkommen. Konnte danach über die italienische Grenze flüchten. Tauchte nun wieder auf und forderte von der Stiefschwester Geld. Als sie ihm das verweigerte, schoss er sie nieder. Täter flüchtete, wurde aber von Gendarmen verfolgt. Wurde in der Nähe des Schlosses Biedenegg bei Fließ in einem Heustadel von einem Hund aufgespürt. Dort schoss Praxmarer auf die Patrouille, wurde aber selber von einem Gegenschuss in die Schläfe tödlich verletzt. (Fließ)
Alter: 42; Erschlug seine Frau mit einem Prügel. War in der Vergangenheit schon mehrfach gegen seine Frau vorgegangen. Diese war kränklich. Rastete wegen einer Arztrechnung aus, war sehr geizig. Schwurgerichtsverhandlung in Allgemeiner Tiroler Anzeiger 18.9.28, 8: Rudolf Patscheider wurde zu 10 Jahren schweren Kerkers verurteilt.
Alter: 70; Rechnungsrat aus Berlin. Wurde längere Zeit schon vermisst, am 12.8. als Leiche am Weg zur Darmstätter Hütte gefunden. Untersuchungskommission schließt Raubmord nicht aus, da keine Wertgegenstände gefunden wurden. Wies dazu Schlag- und Stichverletzungen auf. Am 6.9. wurde ein Verdächtiger in Bayern verhaftet: Alfred Pröller (21) aus Böhmen. Lichtbild und Fingerabdrücke wurden nach Tirol übermittelt. Wurde in Begleitung des Opfers gesehen. Wurde auch in der Tschechei wegen Flucht vor dem Militärdienst gesucht. Wurde in Laibach interniert. Später nach Tirol ausgeliefert. Musste aber am 28.2.30 wegen fehlender Beweismittel enthaftet werden.
Alter: [unklar]; Am 1.5.1945 wollte eine Widerstandsgruppe den Ort Biberwier unter ihre Kontrolle bringen. Dazu überredeten sie den Forstmeister Ing. Czerny, sich an die Spitze der Gruppe zu stellen. Eine SS Gruppe hatte davon Kenntnis erhalten und umstellte das Forsthaus. Bei einem Fluchtversuch wurde das Opfer durch Schüsse getötet. Verhandlung am Volksgerichtshof Innsbruck am 11.10.1946 gegen den Studienrat Dr. Heinz Rossi (32 Jahre) und den Handelsangestellten Joachim Schmölder, hauptverantwortlich für diese Tat gewesen zu sein. Rossi konnte die Tat nicht einwandfrei nachgewiesen werden, er wurde aber dennoch wegen Denunziation und Hochverrat zu 10 Jahren Kerker verurteilt. Der Prozess gegen Schmölder wurde vertagt. Bei einer neuerlichen Verhandlung am 25.9.1947 wurde Rossi vom Mord freigesprochen (!), Schmölder bekam 3 Jahre schweren Kerker.
Alter: [unklar]; Leiter des Lagers in Landeck und ein Sanitäter wurden am Ende der Besatzung auf die Labaunalm gelockt, mit der Aussicht auf Zivilkleider. Dort wurden sie erschossen. Gerichtsverhandlung ab 13.10.1949 gegen Rudolf Klinecz (Tischler 30J-Nauders), Heinrich Greif (Bahnarbeiter, 25J-Wien), Gottlieb Herneth (ehemaliger Polizeibeamter, 47J-Graz) und Peter Stelzer (Knecht, 23J-Rosegg, Kärnten). Sie desertierten vom Heer Ende April 1945. Die Todesschützen waren Zila (wurde später in Bayern verhaftet) und Klinecz. Geld und Wertsachen wurden geraubt. Zahlreiche Zeugen wurden einvernommen, die Urteile erst am 18.10. verkündigt: Vom Mord wurden alle Beteiligten freigesprochen, Greif und Herneth lediglich wegen des Raubes belangt (5 Monate, bzw. 1 Monat strenger Arrest, die bereits verbüßt sind!)
Alter: [unklar]; Leiter des Lagers in Landeck und ein Sanitäter wurden am Ende der Besatzung auf die Labaunalm gelockt, mit der Aussicht auf Zivilkleider. Dort wurden sie erschossen. Gerichtsverhandlung ab 13.10.1949 gegen Rudolf Klinecz (Tischler 30J-Nauders), Heinrich Greif (Bahnarbeiter, 25J-Wien), Gottlieb Herneth (ehemaliger Polizeibeamter, 47J-Graz) und Peter Stelzer (Knecht, 23J-Rosegg, Kärnten). Sie desertierten vom Heer Ende April 1945. Die Todesschützen waren Zila (wurde später in Bayern verhaftet) und Klinecz. Geld und Wertsachen wurden geraubt. Zahlreiche Zeugen wurden einvernommen, die Urteile erst am 18.10. verkündigt: Vom Mord wurden alle Beteiligten freigesprochen, Greif und Herneth lediglich wegen des Raubes belangt (5 Monate, bzw. 1 Monat strenger Arrest, die bereits verbüßt sind!)
Alter: 43; Wurde von Nachbarn, die verdächtige Geräusche gehört hatten, tot in einem Stall aufgefunden, wo sie Milch holen wollte. Wies Schusswunden im Kopf auf. Täter wurde nicht gefasst. Dürfte sich um einen Fremdarbeiter gehandelt haben. Diese machten zunehmend Probleme bei der Bevölkerung.
Alter: 22; Ukrainischer Fremdarbeiter schoss auf seine polnische Braut im UNRRA-Lager, da er sie der Untreue bezichtigte. Ihre Verletzungen waren tödlich. Danach versuchte er sich selber zu erschießen, wurde aber am Leben erhalten. Vor der Tat viel Schnapskonsum des Täters Verhandlung des Obersten Gerichtshofes der Militärregierung am 8.2.1946: Dies war die 1. Verhandlung der neuen Institution im Paris-Lodron-Saal des Taxishofes. Angeklagt war Iwan Cibulka (22 Jahre). Vom frz. Staatsanwalt hohe Strafe gefordert, da eine Tat unter Alkoholeinfluss in Frankreich schwer geahndet wird. Lange Gegenrede des Verteidigers. Urteil: 7 Jahre Haft.